Bundestagswahl 2017

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  • bs3n schrieb:

    Leider wenig überrascht vom Ergebnis, sehe es aber auch nicht so negativ wie viele andere. Positive Sache ist eventuell eine gegenseitig regulierende Jamaika-Koaliton.

    Sich gegenseitig regulierend bedeutet wieder Stillstand. Demnächst dann am besten Unisextoiletten für ganz Deutschland, statt nur für Berlin. Die wichtigen Probleme anpacken!

    Hanfblume schrieb:

    Es gibt doch mehr Leute die so viel Geld haben das sie von der Reichensteuer befreit werden wollen, als ich dachte.... oder hat man da nur Wähler geködert :/

    Wählen ja. Zufrieden? Entsetzt über die Dummheit einiger (vieler)
    "Reich" beginnt bei Rot leider bereits ab oberer Mittelschicht bzw. unterer Oberschicht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Abaddon ()

  • Naja, "reich" hätte in dem Fall ja auch AfD wählen sollen, die sind ja für "alle die gleichen Steuern", was ein Unfug.

    Ich bin gespannt wie die Regierungskonstellation aussehen wird, es gibt ja wie von vielen Seiten erwähnt nur 2 Konstellationen, die zusammenkommen können, wenn man sich daran hält, mit wem man nicht zusammenarbeiten mag.

    Die SPD in der Opposition finde ich als eine gute Sache und hoffe, dass sie dabei bleiben, es also Rot-Grün-Gelb wird. Die AfD wird jetzt zeigen, ob sie ihre zum Teil verrückten Punkte des Parteiprogramms umsetzen/anheizen will, oder ob man einfach nur fürs generelle Defamieren und Provozieren im Bundestag sitzt. Das ist da doch dann eine andere Ebene als Landesparlamente. Ich bin ja einer, der auch im Schlechten was Gutes sieht bzw. sucht, demnach hoffe ich einfach, dass nun endlich weniger ständig über die AfD berichten und gesprochen wird und stattdessen Politik gemacht wird, die die Wähler wieder in die Mitte holt. Frage ist halt immer, wollen die Leute überhaupt in die Mitte bzw. verstehen sie, dass auch unliebsame Entscheidungen für sich selbst dazu gehören, dass man im Großen und Ganzen irgendwie allen bzw. einem Großteil gerecht werden kann.
    Gerrys FM18 Let's Play - FC Hansa Rostock
  • Abaddon schrieb:

    bs3n schrieb:

    Leider wenig überrascht vom Ergebnis, sehe es aber auch nicht so negativ wie viele andere. Positive Sache ist eventuell eine gegenseitig regulierende Jamaika-Koaliton.
    Sich gegenseitig regulierend bedeutet wieder Stillstand. Demnächst dann am besten Unisextoiletten für ganz Deutschland, statt nur für Berlin. Die wichtigen Probleme anpacken!
    Naja, nicht unbedingt. Die FDP lässt nicht jeden Unsinn der Grünen zu, wenn es um Technologie, Forschung und Fortschritt geht, Grüne und FDP haben hoffentlich etwas Einfluss auf die konservativen Punkte der Union, dafür werden Union und Grüne definitiv die Pro-Putin Fraktion der FDP klein halten. Klingt für mich alles in allem ganz okay.


    Gerry Bluemug schrieb:

    Naja, "reich" hätte in dem Fall ja auch AfD wählen sollen, die sind ja für "alle die gleichen Steuern", was ein Unfug.

    Ich bin gespannt wie die Regierungskonstellation aussehen wird, es gibt ja wie von vielen Seiten erwähnt nur 2 Konstellationen, die zusammenkommen können, wenn man sich daran hält, mit wem man nicht zusammenarbeiten mag.

    Die SPD in der Opposition finde ich als eine gute Sache und hoffe, dass sie dabei bleiben, es also Rot-Grün-Gelb wird. Die AfD wird jetzt zeigen, ob sie ihre zum Teil verrückten Punkte des Parteiprogramms umsetzen/anheizen will, oder ob man einfach nur fürs generelle Defamieren und Provozieren im Bundestag sitzt. Das ist da doch dann eine andere Ebene als Landesparlamente. Ich bin ja einer, der auch im Schlechten was Gutes sieht bzw. sucht, demnach hoffe ich einfach, dass nun endlich weniger ständig über die AfD berichten und gesprochen wird und stattdessen Politik gemacht wird, die die Wähler wieder in die Mitte holt. Frage ist halt immer, wollen die Leute überhaupt in die Mitte bzw. verstehen sie, dass auch unliebsame Entscheidungen für sich selbst dazu gehören, dass man im Großen und Ganzen irgendwie allen bzw. einem Großteil gerecht werden kann.
    Die SPD hat jetzt die gleiche Chance, wie sie die FDP zuvor hatte. Ein Wiedererstarken in der Opposition mit eigenen Inhalten, anstatt ein schwammiger Regierungspartner zu sein, bei dem niemand weiß, wofür er eigentlich steht. Die AfD ist sehr wahrscheinlich unfähig, auf einer größeren Bühne Politik zu machen, als Risiko sehe ich hier aber, dass sie den ganzen BT lahmlegt mit ihrer "Opposition".
  • Interessant, dass Petry unabhängig von der AfD im BT sitzen will (taktisch auch clever als dass sie ohne AfD ihr Direktmandat vermutlich nicht hätte erringen können). Der Bruch zeichnete sich ja schon lange ab und die Differenz zwischen ihr und den Rechtsaußen schien schon länger nicht mehr zu kitten. Schon verrückt, wie die Partei kontinuierlich von den Rechtsaußen ursurpiert wurde, erst von Lucke, dann von Petry.
  • Schon komisch das die FDP aus dem nichts über 10 prozent geholt hat.Die CDU hat gefühlt 10 Prozent zu viel bekommen.
    Naja ich bin ein nicht Wähler,denn ich bin mit dem System nicht zufrieden.Das ganze ist nur ein großes Spiel,da ist es egal welche Partei an der gewählt wird.Man muss nur die richtigen Bücher lesen....
    Es gibt ja seit Jahren gar keine Opposition mehr und der Bundestag winkt alle möglichen Gesetze einfach durch.Politik wird normalerweise von den Kommunen gemacht,Bürgermeister haben eigentlich mehr zu sagen als der Bundeskanzler(in)
    Deswegen lebt jetzt und hier,die Vergangenheit und Zukunft sind nicht relevant ,sondern das jetzt und hier. Alles andere können wir eh nicht ändern.Der Mensch will glaube ich gar nicht wirklich frei sein,weil er dann zu viel Selbstverantwortung übernehmen muss.
    Achtet auf die Natur und fügt keinem Menschen leid zu.Und vor allem achtet die Naturgesetze,denn die kann man nicht austricksen
    Das Gesetz der Anziehung/Resonanz
    Das Gesetz der Polarität
    Wünsche allen ein schönen Abend
  • "die richtigen Bücher" sind auch so Ansichtssache ;)
    Meiner Meinung nach ist genau das das Problem der heutigen Zeit, die Leute leben zu viel im "hier und jetzt" statt mal an übermorgen zu denken. Sei es nun beim Kinder kriegen, beim Umwelt zerstören oder beim Geld ausgeben.
    Ich habe zumindest zu viele in meinem Bekannten Kreis oder Arbeitsumfeld, die Auswirkungen eines Kindes nicht wirklich überdenken, zack, sitzen "die alle" vorm TV/Tablet, weil man eigentlich nicht mal Zeit/Elan hätte um sich eine Katze zu halten, aber Kind muss her.
    Ebenfalls im gleichen Umfeld sehe ich so viele Leute, die am Ende des Monats noch ein paar Euro über haben, was muss damit gemacht werden? Ausgeben ums Verrecken, bis auf den letzten Cent, könnte ja sein, dass wer anders sonst ne neuere Hose trägt, mehr Fleisch am Teller hat oder oder. Aber gleichzeitig rummeckern, man bekäme nicht genug Geld.
    Vom Umweltschutz will ich jetzt gar nicht erst anfangen ^^
    Gerrys FM18 Let's Play - FC Hansa Rostock
  • Verstehe den Bezug Unzufrieden mit Merkel = AfD wählen nicht... wenn ich keine Lust auf Spaghetti habe, esse ich ja trotzdem keinen Kot.

    Aber um mal etwas inhaltlicher zu diskutieren: Sachsen ist eins der 5 Bundesländer, die mit Abstand prozentual die wenigsten Migranten haben, und trotzdem eins der 5 Bundesländer (lustigerweise genau die gleichen) mit den meisten AfD-Stimmen. Da kann man schonmal unzufrieden sein... :rolleyes:
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  • bs3n schrieb:

    Verstehe den Bezug Unzufrieden mit Merkel = AfD wählen nicht... wenn ich keine Lust auf Spaghetti habe, esse ich ja trotzdem keinen Kot.

    Aber um mal etwas inhaltlicher zu diskutieren: Sachsen ist eins der 5 Bundesländer, die mit Abstand prozentual die wenigsten Flüchtenden aufgenommen haben, und trotzdem eins der 5 Bundesländer (lustigerweise genau die gleichen) mit den meisten AfD-Stimmen. Da kann man schonmal unzufrieden sein... :rolleyes:
    Leider verstehen Wessis Sachsen bzw. Ostdeutschland nicht. Ostdeutschland ist nicht gleich Westdeutschland. Das ist etwas, was viele "Wessis" (ich kürz mal Ostdeutscher und Westdeutscher mit Ossi und Wessi ab; ist mir sonst zu lang) nicht verstehen. Ostdeutschland war sehr lange konservativ bis sehr stark konservativ, was man nicht innerhalb eines Fingerschnipsens ändern kann. Als die ersten Ausländer in Westdeutschland ankamen, war ja auch nicht gleich Westdeutschland stock liberal, oder? Das ist eine Sache, die viel Zeit und Gedult brauch - so eine gravierende Veränderung kannst du nicht innerhalb einer Nacht erreichen, sowas dauert nun mal sehr lange. Ostdeutschland ist nun mal konservativ eingestellt und nicht wie Westdeutschland Liberal. Ein Experte hatte am Montag in einer Talkrunde es auf den Punkt gebracht: Westdeutschland hatte viel mehr Zeit, um sich an Ausländer zugewöhnen und vorallem an soviele Ausländer sich zugewöhnen. Ostdeutschland steht da noch vollkommen am Anfang. Wenn auf einen Schlag soviele (wie bei der Flüchtlingskrise) Ausländer kommen, dann ist das einfach zu viel. Ostdeutschland ist für sowas noch nicht bereit und das verstehen Westdeutsche Politiker nicht. Gabriel hatte Ostdeutsche, die gegen die Flüchtlingspolitik von Merkel waren als "Pack" bezeichnet .... Da fass ich mir an den Kopf... Ostdeutschland wurde für ihre Sorgen von den Wessis ausgelacht und einfach zur Seite gewischt oder einfach als "nazis" abgetan und die Stärke der AfD in Ostdeutschland ist nun die Konsequenz darauß, dass man Ostdeutschland einfach nicht zuhören will ... Ich sehe wie viele Ossis in den Bundestagsparteien keine Option, weil sie keine richtige Opposition bilden ... die AfD hingegen, will die Regierung mal richtig anfassen und as ist, was die Ossis wollen. Dass man eine Stimme hat im Parlament und dass es auch mal wieder eine Opposition gibt, die die Regierung auch mal richtig unangenehm anfasst
  • bs3n schrieb:

    Verstehe den Bezug Unzufrieden mit Merkel = AfD wählen nicht... wenn ich keine Lust auf Spaghetti habe, esse ich ja trotzdem keinen Kot.

    Aber um mal etwas inhaltlicher zu diskutieren: Sachsen ist eins der 5 Bundesländer, die mit Abstand prozentual die wenigsten Migranten haben, und trotzdem eins der 5 Bundesländer (lustigerweise genau die gleichen) mit den meisten AfD-Stimmen. Da kann man schonmal unzufrieden sein... :rolleyes:

    Was ist daran nicht zu verstehen? Die Protestnote, die das Ergebnis der AfD gegen die grüne... äh, Merkelsche Flüchtlingspolitik hat, ist doch wohl offenkundig. Merkel ist schuld, dass es die AfD in ihrer jetzigen Form überhaupt gibt, von ihrem Ergebnis ganz zu schweigen. Die Merkelsche CDU ist seit Jahren ungefähr so konservativ wie der rechte Flügel der Grünen. Dass da ein erheblicher Teil der Stammwählerschaft keinen Bock mehr drauf hatte, ist wohl klar. Nur seitdem die AfD von der Petryschen Linie immer weiter nach rechtsaußen gedriftet ist, war die Protestwahl vielen konservativen Stammwählern dann auch nicht mehr geheuer, sonst wäre der Denkzettel noch größer ausgefallen.

    @der nachträglich editierten Statistik: Dass in Bundesländern, wo Ausländer&Migrationshintergrund Merkmale zusammen 40% und mehr ausmachen dennoch eher geringe AfD-Zustimmung haben (~8%) sollte jetzt nicht allzu schwierig zu lösen sein, insbesondere wenn Migrationshintergrund 30-35% ausmacht. Dass die tendenziell eher nicht AfD wählen, es sei denn es sind Russlanddeutsche, ist jetzt sicher kein Geheimnis.

    PS: Um gegen Merkels Flüchtlingspolitik zu sein, muss man übrigens kein Rassist sein. Da reicht es bereits eine gesunde utilitaristische Grundüberzeugung zu haben, was ein völlig legitimes philosophisches Konzept ist (das man natürlich nicht bis in die letzte Konsequenz befolgen sollte, aber man sollte auch nicht bis in die letzte Konsequenz humanistisch sein).

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  • Genau, es ist lediglich (wie immer) eine Protestwahl aus den ostdeutschen Ländern gekommen. Früher die Linke, heute die AfD. Wenn über 60% der AfD-Wähler nicht pro AfD sind, sondern contra andere Parteien, sollte man das Wählen nochmal üben.

    Außerdem wüsste ich gerne, wieso man sich an Ausländer "gewöhnen muss". Ich musste mich bei meinem Umzügen auch nicht an die vielen Hessen in Hessen oder in Rheinland-Pfalz an die vielen Rheinland-Pfälzer gewöhnen. Ich kann diese abstrakten bzw abstrusen Ängste der AfD-Anhänger leider nicht nachvollziehen.
  • bs3n schrieb:

    Genau, es ist lediglich (wie immer) eine Protestwahl aus den ostdeutschen Ländern gekommen.
    Aha, vielleicht solltest du dir dein eigenes Säulendiagramm nochmal etwas genauer angucken... ;) Dein nachfolgender Satz offenbart übrigens ein seltsames Demokratieverständnis. Das Volk wird in diesem Staat nunmal zu wichtigen Fragen bewusst nicht gefragt. Wenn ein erheblicher Teil des Volkes dann nur durch die Wahl einer einzigen, dazu noch in den Medien und der politischen Öffentlichkeit, der unter Merkel übrigens jede Form des konstruktiven Diskurses abhanden gekommen ist, tabuisierten Partei seinem Unmut Luft machen kann, wie kannst du dann sagen, dass es nicht das gute Recht ist, dies auch zu tun?


    PS: Was ich noch ganz vergessen habe - es war ja nicht nur die Unzufriedenheit mit der quasi-Einladung durch Merkel, es war ja ebenso die Unzufriedenheit mit der Umsetzung der Flüchtlingspolitik, dem totalen Kontrollverlust an den Grenzen und in den Ämtern, all den publik gewordenen Betrugsfällen, der illegalen Einwanderung durch Wirtschaftsmigranten unter dem Deckmantel des Asylrechts (ich weiß nicht, ob du weißt, wie schwierig es ist für einen Russen, Inder, Ukrainer etc. ein Bleiberecht in Deutschland zu erhalten, alles nur, weil er kein Asyl beantragt hat), den quasi kaum umsetzbaren Abschiebungen, dem ins Land geholten Terrorismus, schlicht, dem Verfall von Sicherheit und Ordnung. Umso ironischer, dass die CDU auch mit Wahlplakaten geworben hat, auf welchen "Für Ordnung und Sicherheit" geschrieben stand.

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